Site Network: Impressum Hirschberg | Herborn | Links

Willkommen!

Schuliplatt:

Schulipatt ist ein Hirschberger Original aus der Mitte des letzten Jahrhunderts.
Im Bewusstsein der älteren Dorfbewohner ist er noch lebendig. Einer seiner glühenden Verehrer setzte ihm sogar am Rande seines früheren Wirkens - der Viehweide - ein Denkmal.
Dieses Hirtendenkmal besteht aus einem aufrecht stehenden massiven Feldstein mit einer eingelassenen Fotografie.
Er war der Hirte der Gemeinde und insofern für das Hüten von Kuh und Ziege der örtlichen Bauern zuständig. Das Hirtengedicht beschreibt diese Tätigkeit.
Durch seine tägliche Erfahrung kannte er sich mit dem Vieh und den entsprechenden Krankheiten so gut aus, dass er oft das (teure) Erscheinen eines Tierarztes überflüssig machte. Außerdem war er der Polizeidiener des Dorfes und rief auch die Bekanntmachungen des Dorfes aus. Da er war bauernschlau und schalkhaft war, sind eine Reihe von Anekdoten über ihn im Umlauf.

Hier eine kleine Kostprobe (in Dialekt):

Noom Krieg brauchte se em Dorf Stoa, im Häuser ze baue. De Stoa musste gebroche werrn.
's goab genung Dynamit aus'm Krieg. Desweje hu se domit geschosse.
De Schulipatt woar neuschierig un wollt des genaa'er seij.
Do horr 'e sich en eiserne Schubkerrn genomme, vier sich offgestellt un schejße lörre.
's goab de Hoomer un de Schloag, de Stoa flooche dich de Luft un draffe
aach de Schubkerrn. De schubkerrn fejl im un voom Schulipatt guggde nur
doch de Eerm un de Boa raus. Dej annern lejfe schnell hie. Em Schulipatt
woar owwer naut basseijert. Der saat nur:
"Wuu hörr aich doa geglaabt, des des - tooo - su en Gewaalt hätt."